Velo de Ville c 600 Premium Custom Line

Im August 2014 verkaufte ich eines meiner Klaviere und meine braune Gazelle. Ich wollte ein besseres Rad zum Reisen haben und hatte in der Heimat bei einem niedergelassenen Händler nach Rädern geschaut und mehrere probiert. Die Wahl fiel nicht leicht zwischen einem Premium Reiserad Marco Polo von Gazelle aus der Goldline und dem Velo de Ville Premium 600 aus Münster. Das erstgenannte Bike hatte einen sehr variabel verstellbaren Lenker mit Lederbezug, welcher für mich als Veganer nicht in Frage gekommen wäre. Die 28 Zoll großen Reifen waren sehr angenehm im Fahren und sogar mit verstärkten Speichen und Nippeln kraftvoll genug, um es mit einer vollen Ladung an Gepäck und meiner einer aufzunehmen. Eine unglaublich leichtgängige und leise Shimano Deore XT und extrem verschleißarmen Bauteilen rundete dieses fantastische Fahrrad ab. Auch die Bremsen von Magura (HS11) waren mir lieber, als die Rollerbrakes von Gazelle oder gar die Trommelbremse meines vorigen Rades.

Beide Räder hatten die selben Bremsen sowie die Möglichkeit der Anbringung eines Frontgepäckträgers, der bei der Gazelle allerdings schon dabei war. Ebenso waren beide Modelle aus Aluminium gefertigt, Gazelle gab sogar eine Lebenslange Garantie auf den Rahmen, Velo de Ville „nur“ 10 Jahre.

Jedoch habe ich mich dann für den Münsterländer entschieden. Dieser war zwar etwa ein Kilo schwerer, doch gefiel mir die Optik und die wesentlich unkompliziertere Gangschaltung (Alfine 8-Gang-Nabe mit Freilauf) sowie der Lenkervorbau, der sich ohne Werkzeug im Nu verstellen lässt, viel mehr als beim Marco Polo, bei dem man mit Inbusschlüsseln ewig hätte justieren müssen. Das Marco Polo sah außerdem zu teuer aus, als dass ich es auch in der Stadt zum Einkaufen benutzen hätte wollen. Ich wollte etwas unscheinbareres. Beim Velo de Ville hat mir auch gefallen, dass die Laufräder nur 26 Zoll hatten und auch mal abseits der Straße eine bessere Figur machen und ich von anderen Radreiseforen weiß, dass 26 Zoll Felgen eine eher bessere Wahl für lange Distanzen sind, vor allem, was die Stabilität betrifft. Die Parallelogrammfederung am Sattel tat ihr übriges und ich hatte mich voll und ganz für das Velo de Ville entschieden.

1412353014024

Der ursprüngliche Seitenständer kam allerdings sofort runter und ein Klickfix, den ich schon von meiner Gazelle kannte, drauf. Da wollte ich keine Kompromisse eingehen. Hinzu kamen außerdem noch der besagte Frontgepäckträger (Tubus) und das komplette Taschenset von Ortlieb (Frontroller und Backroller, auf die Lenkertasche habe ich verzichtet).  Ich lag somit bei einem Preis von etwa 1500 Euro für das Rad und bei 165 € für die Ortliebs, die ich bei Globetrotter in Frankfurt direkt gekauft hatte. Den Tubus und den Klickfix hatte ich so ausgehandelt, dass sie mit im Preis des Rades inbegriffen waren. Ein sehr freundlicher Händler: Dieser schickte mir den Tubus sogar kostenlos zu, weil er diesen nicht vorrätig hatte. Allerdings hätte ich ihn lieber gleich montiert gehabt, denn er lag letztenendes von August bis März nur im Keller herum, weil die beiliegenden Schrauben zu kurz waren, was dem Umstand geschuldet ist, dass die Lochplatte an der Gabel so weit innen liegt und meine Faulheit ihr Übriges tat, dass es so lang dauerte, bis er endlich am Rad befestigt war.

Direkt nach dem Kauf hatte ich mir auch gleich ein Ringschloss von Axa mit dazugehöriger Kette gekauft. Diese Anschaffung schlug mit etwa 50 € nochmal zubuche, die sich aber in jedem Fall gelohnt hat. Ebenso die Satteltasche von Terry, die speziell für die Sättel der gleichnamigen Firma konzipiert und in mehreren Größen erhältlich sind. Ich habe mich für eine Größe entschieden, in der die Kette vom Schloss und ein wenig Werkzeug platz finden. Apropos Werkzeug: Dafür hatte ich mir im Zuge des Fahrradkaufs auch einen richtigen ausklappbaren Werkzeugkasten in quietschgelb gekauft und ordentlich mit meinem vorhandenen Werkzeug bestückt und ein Mini-Ratschenset für die Satteltasche (29 €), das alle Größen Inbus (bis auf 7mm) und zwei Größen Torx, sowie Kreuz und Phillips enthält. Sehr praktisch!

Seit des Velo de Ville Rades bin ich nun auch endlich Mitglied im ADFC, was mich nochmals Geld kostete, was ich aber gerne investiert habe. Auf viele unfallfreie Kilometer!

DSC_1178 (1)

Velo de Ville C 600 Premium Custom Line weiß matt mit Tubus Frontgepäckträger und komplettem Ortlieb-Taschenset

 

Spezifikationen

Baujahr: 2014

Schaltung: Alfine 8 mit Freilauf

Rahmen: Aluminium

Vordergabel: Fest

Frontlicht:  B&M IQ Lumotec Fly senso plus mit Standlichtfunktion

Rücklicht: B&M Diodenrücklicht Toplight flat mit Standlichtfunktion

Dynamo: Shimano DH-3N30

Bremsen: Magura HS 11 Hydraulic

Lenkervorbau: Höhenverstellbar, Lenker drehbar, Winkelverstellbar inklusive Speedlifter

Lenkergriffe: Herrmans Adrenalin

Kettenschutz: Chainglider

Sattel: Terry Fisio Flex Gel Max

Sattelstützenfederung: Suntour SP12 NCX

Schloss: Axa SL9 mit Kette

Pedale: Fuxon CO98B Estremo, Aluminium, gedichtet

Felgen: 26 Zoll, Stahl

Reifen: Schwalbe Big Apple

Gewicht: 18,5 kg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s